Anfrage gemäß § 8 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur nächsten Sitzung des Rates am 22.05.2013


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

„Grünes Licht zum Abriss des alten Gefängnisses“ lautete eine Pressemitteilung von Samstag, 13.04.2013. Dem erstaunten Leser wurde damit zur Kenntnis gegeben, dass nach einer vorher erfolgten Diskussion über die Bedeutung des Gefängnisses während der NS-Zeit nunmehr eine Stellungnahme des Landeskonservator vorliegt, nach der eine Denkmalwürdigkeit des alten Gefängnistraktes nicht gegeben sei. In der Folge dieses Untersuchungsergebnisses sollen zwei Flügel des Unteren Schlosses abgerissen und die ursprünglich in diesem Bereich geplante Unterbringung der Uni-Bibliothek nunmehr in einem an gleicher Stelle, an die Gebäudestruktur angepassten Neubau, untergebracht werden. Nachdem bereits mehr als drei Monate durch die ausführlichen, zuvor bereits erwähnten Untersuchungen verloren gehen, erklärten die Verantwortlichen des Bau- und Liegenschaftsbetriebes, dass man sich „erst einmal vierzehn Tage in heftigstes Nachdenken“ begeben wolle. Dem Pressebericht folgend soll, „wenn alles optimistisch laufe“ erst im Dezember eine Auftragsvergabe und damit ein Baubeginn im kommenden Jahr erfolgen. 

In diesem Zusammenhang stellen wir folgende Fragen:

  1. Gibt es Erkenntnisse zu welchen Ergebnissen dieses „heftigste Nachdenken“ geführt hat?
  2. Wird der geplante Beginn der Bauarbeiten zum Umbau des Unteren Schlosses insgesamt durch diese Entwicklung beeinträchtigt? Und wenn ja, welche Auswirkungen hat dies auf die gesamte Baumaßnahme bzw. die Fertigstellung und Inbetriebnahme durch die Universität?