Anfrage gemäß § 8 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur nächsten Sitzung des Ausschuss für Umwelt, Landschaftspflege und Energie

 

Begrünung von Bushaltestellen in der Stadt Siegen

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

in seiner Sitzung vom 19.09.2019 wurde dem Umweltausschuss das Ergebnis des Prüfauftrags vorgetragen. Dabei wurde mitgeteilt, dass eine Begrünung von Bushaltestellen u. a. aus statischen Gründen nicht möglich sei.

 

Der UWG-Fraktion wurde allerdings von Statikern mitgeteilt, dass – zumindest für den im Bild dargestellten Haltestellentyp - durch vergleichsweise geringfügige Veränderungen eine deutliche Verbesserung der Tragfähigkeit und der Verkehrssicherheit erreicht werden kann.

 

Daher bittet die UWG-Fraktion um Beantwortung folgender Fragen:

 

1. Wer hat die Prüfung der Statik durchgeführt?

2. Wann wurde diese Prüfung durchgeführt?

3. Wie sehen die Ergebnisse der Prüfung bei den unterschiedlichen in Siegen vorhandenen Haltestellentypen aus?

4. Was haben die Gespräche mit der Firma Ströer -Städte Medien GmbH ergeben?

 

Auszug aus der öffentlichen Niederschrift über die 34. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Landschaftspflege und Energie:

"Frau Schreiber beantwortet die Anfrage wie folgt:

Zu 1) Wer hat die Prüfung der Statik durchgeführt?

Der Prüfingenieur der Stadt Siegen hat die Typenstatik des Ing.-Büros für Tragwerksplanung und Bauwesen, Dillenburg, auf mögliche Reserven zusätzlicher Lasten für eine Dachbegrünung überprüft.
Ergebnis: Die Profile sind mit den angesetzten Lasten, wie Eigengewicht, Wind und Schnee, ausgenutzt und für zusätzliche Belastungen keine Lastreserven vorhanden.

Zu 2) Wann wurde diese Prüfung durchgeführt?

Die Typenstatik des in Siegen seit ca. 10 Jahren verwendeten Wartehallenmodells, wurde am 06.07.2015 berechnet, ist weiterhin gültig und die Prüfung möglicher Lastreserven fand am 18. September 2019 statt.

Zu 3) Wie sehen die Ergebnisse der Prüfung bei den unterschiedlichen in Siegen vorhande- nen Haltestellentypen aus?

85 – 90 % der Wartehallen sind das Glasdachmodell und die Wellendachmodelle von der Firma Ströer und uns in Summe.
Das zweithäufigste Wartehallenmodell, welches auch die Firma Ströer verwendet kann die zusätzlichen Lasten ebenfalls nicht aufnehmen.

Für einzelne „Alt-Modelle“ ist nicht geprüft worden.

Zu 4) Was haben die Gespräche mit der Firma Ströer-Städte Medien GmbH ergeben?

Die Firma Ströer hat die Aufnahme einer zusätzlichen Last durch Begrünung prüfen lassen. Die zusätzliche Last kann das von der Firma Ströer verwendete Wartehallenmodell aus stati- schen Gründen auch nicht aufnehmen.

Ergänzung zum Prüfauftrag des Protokolls vom 19.09.2019:

Die Rücksprache mit dem Fördermittelgeber hat ergeben, dass Wartehallen, für die noch ei- ne Zweckbindung besteht nicht ohne Rückzahlungsverpflichtung umgebaut werden dürfen. Der abgestimmte geförderte, barrierefreie Standard der Wartehäuschen hat Glasdächer, die eine zusätzliche Ausleuchtung der Wartehäuschen entbehrlich machen. Wartehallen mit Gründächern fördert der Zuschussgeber aus dem zuvor genannten Grund zurzeit nicht.

=> Der Ausschuss für Umwelt, Landschaftspflege und Energie nimmt Kenntnis.

34. AfULE 05.02.2020"