von UWG Siegen
Anfrage zur Belegung von Turnhallen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
uns erreichen aus unterschiedlichen Sportvereinen von Vorsitzenden, Übungsleitern und aktiven Sportlern jetzt vermehrt Anfragen, wie sicher ihre Übungszeiten in den städtischen Turnhallen sind.
In den Nachzeiten:
- der Flüchtlingswelle/Asylbewerbern von 2015
- den Corona-bedingten Ausfallzeiten
- der nun weiter steigenden Nachfrage von Wohnraum bedingt durch Flüchtlinge
- aus dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine
sind die Möglichkeiten der Stadt Siegen, aktuell wieder Wohnraum zur Verfügung zu stellen, immer mehr ausgeschöpft. Eine nun schon bekannte Variante wäre die Ertüchtigung von Turnhallen zu Wohnraum.
Die Aufnahmequote der Universitätsstadt Siegen ist - laut Information Bürgermeister - zu mehr als 100% erfüllt und eine weitere Aufnahme von Menschen nur noch mit größten Kraftanstrengungen möglich. Die Ängste , Verunsicherungen und Befürchtungen von Sportvereinsfunktionären, Übungsleitern, aktiven Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Sportlern ist nun groß, nach langen Zeiten von Einschränkungen wieder Sportstätten für die humanitäre Hilfe zur Verfügung stellen zu müssen.
In diesem Zusammenhang stellen wir folgende Fragen:
- Ist es zutreffend, dass alle Zeiten in Sporthallen von Schulen und Sportvereinen zu 100% ausgelastet sind?
- Wie stark müssen Sporthallen in Siegen wieder für die Schaffung von Wohnraum zur Linderung von humanitären Notlagen hergerichtet werden?
von UWG Siegen
Beitrag zum Haushalt 2023 der UWG-Fraktion im Rat der Stadt Siegen
Sehr geehrte Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates, sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen an den Bildschirmen und auf der Tribüne und last but not least, sehr geehrte Vertreter*innen der örtlichen Presse,
Vorab: ich werde mich in unserem Wortbeitrag möglichst kurzfassen, da in 10 Minuten ohnehin bei weitem nicht alles gesagt werden kann und die Tatsache, dass dieser Rat 10 Fraktionen umfasst, inhaltliche Wiederholungen in den Wortbeiträgen, die Aufmerksamkeit und das Interesse bei der zuvor begrüßten Zuhörerschaft nicht gerade steigern dürften. Das Jahr 2023 beginnt, wie das Letzte geendet hat: die Welt ist unsicherer geworden. Der Ukrainekrieg und seine Auswirkungen sind spürbar, die Sicherheit, in der wir alle lange Zeit in unserer persönlichen Welt gelebt haben, ist fragil geworden. Und dennoch eint uns alle der Gedanke, dass diese schaurige Zeit, in der gerade mal weniger als 2000 km entfernt, täglich Menschen miteinander kämpfen und ums Leben kommen, möglichst bald und ohne Ausweitung der Kriegshandlungen ein Ende finden wird. Es ist in der Tat eine Zeitenwende, aber keinesfalls eine Wende, die wir uns alle gemeinschaftlich gewünscht haben.
Im Verhältnis dazu sind die „Kämpfe“, die wir innerhalb des Rates mit nunmehr 10 Fraktionen zur, ich betone die Anführungszeichen, zur jeweils persönlich richtigen Ausgestaltung des Haushalts unserer Stadt ausfechten, noch nicht einmal als Scharmützel zu bezeichnen. Insoweit begrüßen wir die im Verhältnis zu der Beschlussfassung des Haushalts 2022 in diesem Jahr geradezu friedfertigen Diskussionen und das gemeinsame Ringen um den nunmehr von einer großen Mehrheit getragenen und Ihnen allen vorliegenden Antrag zur Ergänzung, Änderung sowie auch begrenzten Ausweitung des eingebrachten Haushaltsentwurfs 2023.
Nun zum Haushalt selbst: Erstmals seit vielen Jahren sprechen wir von einem ausgeglichenen Haushalt. Die Ziele des Haushaltssicherungskonzeptes haben wir damit, zumindest auf dem Papier, für dieses Jahr erreicht. Erreicht haben wir diesen Ausgleich u.a. durch unerwartet deutlich gesteigerte Einnahmen aus der Gewerbesteuer sowie – durch einen verharmlosenden Haushaltstrick, den wir mit Genehmigung unserer Gesetzgebung als Corona-Schaden bezeichnen dürfen und eigentlich zusätzliche Corona- Schulden heißen müsste. Denn: die angefallenen und absehbaren Zusatzschulden müssen wir über einen Zeitraum von 50 Jahren zurückzahlen und beschließen mit der Genehmigung dieses Haushalts gemeinsam eine weitere Hypothek für die nach uns kommenden Generationen.
Darüber hinaus erhöhen wir, nachdem die Kassenkredite in den letzten Jahren deutlich zurückgefahren werden konnten, den Kassenkreditbestand – oder auch Kontokorrentkredit- erneut um weitere 10 Millionen Euro. Weiterhin erhöhen wir die Höhe der Investitionskredite zur Durchführung aller etatisierten Investitionen um - geplant -fast 20 Millionen Euro oder gigantische 22,2 %.
Dem Haushaltsentwurf entnehmen wir zudem, dass wir in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2026 von einer Steigerung der Verbindlichkeiten um sage und schreibe 33 Millionen Euro ausgehen müssen. In Anbetracht der noch nicht konkret bekannten und absehbaren Erhöhungen der Finanzierungszinsen und nicht vollends eingerechneten Preissteigerungen in fast allen Ausgabebereichen dürfte bei objektiver Betrachtung eine Gesundung des städtischen Haushalts in weite Ferne rücken.
Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen: Echte Haushaltskonsolidierung sieht anders aus.
Die UWG-Fraktion hat sich in Kenntnis der zuvor skizierten Finanzsituation, die sich eher mit einem sich abzeichnenden Siechtum denn mit einer Gesundung vergleichen ließe, dazu entschieden für dieses Jahr keine weiteren Anträge, die negative finanzielle Auswirkungen für den Haushalt haben könnten, zu stellen. Wir wiederholen lediglich einen bereits im Jahr 2009/ 2011 gestellten und beschlossenen, in den Jahren 2017und 2019 erneut behandelten, gleichsam fast militant nicht ausgeführten Antrag zur Durchführung von Maßnahmen zur Reduzierung der Eingangsgeschwindigkeit in ländlich strukturierte Ortsteile Siegens, erneut auf die Tagesordnung zu setzen.
Da wir aber deutlich mehr an Lösungen, als an Problemen interessiert sind, haben wir nach erneuten Gesprächen mit der Verwaltung die Zuversicht, dass die Umsetzung nach einer heutigen erneuten Etatisierung in den nächsten 2 Jahren erfolgen kann. Liebe Kolleginnen und Kollegen wir schieben einen in die Zukunft gerichteten Auftragsberg um die 70 Millionen Euro vor uns her. Bewältigen können wir, das zeigt die Erfahrung aus der Vergangenheit, im Durchschnitt der Jahre aber nur zwischen 20 und 25 Millionen Euro. Das heißt, ohne weitere Maßnahmen haben wir „Futter“ zumindest für die nächsten ein bis zwei Jahre.
Die UWG-Fraktion wird diesem Haushalt mit den zuvor genannten Bedenken zustimmen. Wir tun dies verbunden mit der Hoffnung, dass mit der für dieses Jahr gefundenen Haushaltsmehrheit in weiteren Gesprächen ein Weg zur deutlichen Reduzierung des Haushaltstaus gefunden werden kann. Wir alle sollten nicht jeder neuen kostenintensiven Maßnahme, so sinnvoll diese bei singulärer Betrachtung auch sein sollte, hinterherlaufen und bei anstehenden Maßnahmen weniger auf das in Anführungszeichen „eigene Klientel“ achten, wie ein ungenannter Parteivertreter es kürzlich bezeichnete. Unsere Klientel im Bereich Kommunalverwaltung, deren Auftraggeber wir sind, sind alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.
Meine sehr geehrten Damen und Herren
Ich komme zum Schluss:
Ich möchte mich im Namen der UWG-Fraktion bei allen Bediensteten der Stadtverwaltung für den im letzten Jahr gezeigten Einsatz und die insgesamt hohe Leistungsqualität recht herzlich bedanken.
Ich wünsche uns allem Gesundheit, Lebensfreude und vor allem Frieden sowie die Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der gesamten Welt.
Wir arbeiten alle für die Zukunft aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Siegen. Wir haben glaube ich alle realisiert, dass es ohne Frieden keine Zukunft geben wird.
Glückauf
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von UWG Siegen
Antrag zur Arbeit der Ausländerbehörde der Universitätsstadt Siegen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die UWG-Fraktion im Rat der Stadt Siegen beantragt, folgenden Beschluss zu fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah einen ausführlichen Sachstandsbericht vorzulegen, in dem die Aufgaben der Ausländerbehörde der Universitätsstadt Siegen detailliert vorgestellt werden.
Begründung:
In letzter Zeit wurden mehrfach Beschwerden aus der Bürgerschaft laut über die Arbeitsweise sowie über Entscheidungen der Ausländerbehörde der Universitätsstadt Siegen. Um die Arbeit der Ausländerbehörde besser zu verstehen und Entscheidungen transparenter zu machen, ist aus Sicht der UWG-Fraktion ein offener Dialog notwendig, bei dem Problematiken angesprochen und ggf. Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Insbesondere für den Bürger belastende Entscheidungen müssen gut kommuniziert und erläutert werden.
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von UWG Siegen
Anfrage zur Ausstattung der Feuerwehr Siegen für Waldbrände
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
als Folge des Klimawandels sind die Sommer in ganz Europa in den vergangenen Jahren sehr heiß und trocken ausgefallen. Vielerorts sind Waldbrände entstanden die nur sehr schwer zu bekämpfen sind. Auch im Siegerland hat der Klimawandel seine Spuren hinterlassen. Die Wälder wurden durch den Borkenkäferbefall weitestgehend zerstört und mussten abgeholzt werden. Das liegengebliebene Geäst ist sehr trocken und stellt eine große Gefahr für Waldbrände da. Des Weiteren ist das Gelände, insbesondere in den abgeholzten Gebieten, oft nur schwer zugänglich und befindet sich weitab einer Wasserversorgung. Daher bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:
- Über wie viele geländegängige Fahrzeuge (Allradantrieb) zur Bekämpfung von Waldbränden verfügt die Feuerwehr Siegen, wo sind diese stationiert und für welche Einsatzorte (Stadtteile) werden sie eingesetzt?
- Über wie viele Tanklöschfahrzeuge verfügt die Feuerwehr Siegen? Sind diese Fahrzeuge auch in steilem und unwegsamem Gelände einsetzbar?
- Ist das vorhandene Volumen der Tanklöschfahrzeuge ausreichend für die Bekämpfung von großen Waldbränden?
- Wie sieht es mit der Löschwasserversorgung bzw. Sicherstellung (Löschwasserteiche, Brunnen) in abgelegenen Waldgebieten aus? Wie viele flexible Vorhaltebecken stehen für die Bekämpfung der Waldbrände zur Verfügung?
- Gibt es für die Waldbrandbekämpfung weitere spezielle Ausrüstung, wie z.B. Feuerpatschen, Waldbrandwerkzeuge und Löschrucksäcke? Wenn nein, ist eine Anschaffung in naher Zukunft angedacht?
- Verfügt die Feuerwehr Siegen über Drohnen (mit Infrarotausstattung) zur Überwachung von Waldbrandbereichen und Glutnestern? Wenn nein, ist eine Anschaffung solcher Drohnen geplant?
- Findet eine regelmäßige Schulung und Ausbildung der Feuerwehrmänner und –frauen in der Waldbrandbekämpfung statt?
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