von UWG Siegen

Nutzung Unteres Schloss durch die Universität

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

„Grünes Licht zum Abriss des alten Gefängnisses“ lautete eine Pressemitteilung von Samstag, 13.04.2013. Dem erstaunten Leser wurde damit zur Kenntnis gegeben, dass nach einer vorher erfolgten Diskussion über die Bedeutung des Gefängnisses während der NS-Zeit nunmehr eine Stellungnahme des Landeskonservator vorliegt, nach der eine Denkmalwürdigkeit des alten Gefängnistraktes nicht gegeben sei. In der Folge dieses Untersuchungsergebnisses sollen zwei Flügel des Unteren Schlosses abgerissen und die ursprünglich in diesem Bereich geplante Unterbringung der Uni-Bibliothek nunmehr in einem an gleicher Stelle, an die Gebäudestruktur angepassten Neubau, untergebracht werden. Nachdem bereits mehr als drei Monate durch die ausführlichen, zuvor bereits erwähnten Untersuchungen verloren gehen, erklärten die Verantwortlichen des Bau- und Liegenschaftsbetriebes, dass man sich „erst einmal vierzehn Tage in heftigstes Nachdenken“ begeben wolle. Dem Pressebericht folgend soll, „wenn alles optimistisch laufe“ erst im Dezember eine Auftragsvergabe und damit ein Baubeginn im kommenden Jahr erfolgen.

In diesem Zusammenhang stellen wir folgende Fragen:

  1. Gibt es Erkenntnisse zu welchen Ergebnissen dieses „heftigste Nachdenken“ geführt hat?
  2. Wird der geplante Beginn der Bauarbeiten zum Umbau des Unteren Schlosses insgesamt durch diese Entwicklung beeinträchtigt? Und wenn ja, welche Auswirkungen hat dies auf die gesamte Baumaßnahme bzw. die Fertigstellung und Inbetriebnahme durch die Universität?

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von UWG Siegen

Schulausschuss gegen Uni-Schule

Wie zu erwarten, hat der Siegener Schulausschuss in seiner Sitzung am Dienstag dem Rat der Krönchenstadt empfohlen, die Suche nach einem geeigneten Standort für die sog. Universitätsschule und die Vorarbeiten für eine Bewerbung am NRW-Schulversuch Primus einzustellen.

Die Empfehlung wurde einstimmig ausgesprochen - "damit sind wir nicht an der Idee gescheitert, sondern an der Standortfrage", so Michael Groß (Grüne), stellv. Vorsitzender des Ausschusses. "Bitter", befand Joachim Pfeifer, schulpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten, da habe Siegen "eine Chance vertan" und zugleich sein "dreigliedriges Restschulsystem zementiert". Kritik an der "konservativen Mehrheit", die Pfeifers Meinung nach die Uni-Schule verhindert hat.

Rückenstärkung für Rektor und Bürgermeister

Diese Mehrheit wehrte sich im Vorfeld der Sitzung. Unter anderem z. B. die UWG, die stellvertretend Bürgermeister Steffen Mues (CDU) und Uni-Rektor Prof. Dr. Holger Burckhardt verteidigte: Ersterer habe am Ende mit seiner Ablehnung der Uni-Schule Mut bewiesen, mit wachsendem Kenntnisstand seine Meinung zu revidieren. Und Rektor Burckhardt habe von Anfang an klar gemacht, dass die Schule von einer breiten Mehrheit getragen werden müsse, so Hans Günter Bertelmann, der betonte, dass seine Fraktion das Projekt von Beginn an kritisch begleitet habe. Sein Fazit: "Einige verschweigen geflissentlich, dass man lediglich keinen Mut hat, aus den von der Verwaltung vorgeschlagenen Varianten und den sich jeweils daraus für die benachbarten Schulen abzeichnenden Folgen in Anbetracht der Nähe zur Kommunalwahl einen Standort auszuwählen und zu beschließen!"

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von UWG Siegen

Unischule: Knappe Mehrheit dafür

Mit einer knappen Mehrheit hat der Rat der Stadt Siegen am Montag, 22.04.2013, für die Einrichtung einer Uni-Schule gestimmt. Prof. Dr. Holger Burckhart glaubt unter den Voraussetzungen jedoch kaum an eine Umsetzung.

mir - Eine neue Schule, wie sie die Uni-Schule sein will und soll, bräuchte eigentlich eine breite Unterstützung. Nicht nur bei interessierten Pädagogen, Eltern und Kindern, auch in der Politik. Die blieb am Montag aus, am Ende der Sondersitzung des Rates stand beim zweiten Auszählen ein knappes 34 zu 33 für das Konzept des Schulversuchs. Beim ersten Zählen hatte es noch ein Patt (und damit eine Ablehnung) gegeben. Achim Bells (UWG) Ja (im Rücken des Bürgermeisters sitzend) war übersehen worden. Die Konsequenz: Die Stadt Siegen erarbeitet jetzt für den Schulausschuss und den am 22. Mai tagenden Rat eine Vorlage zur Umsetzung der Uni-Schule, wobei in erster Linie Standort und Finanzierung gemeint sind.

Standort in Siegen-Mitte angepeilt

Speziell der Standort dürfte auch schon die fast 40 Zuschauer - in der Mehrzahl Lehrer und Eltern - interessiert haben. Zumindest vier Siegener Gymnasien waren personell auf der Tribüne vertreten. Und keine Schule hatte vorab klar den Hut in den Ring geworfen, die Uni-Schule unbedingt und auf jeden Fall haben zu wollen. Egal, die Politik schielt zuvorderst auf einen Standort in Siegen-Mitte, wie zu hören war. Eine Festlegung auf eine bestimmte Schule hat es demnach vorab noch nicht gegeben. Zumindest zwei Gymnasien dürften in der engeren Auswahl stehen.

"Eine 51:49-Prozent-Entscheidung im Bildungsbereich ist sicher keine Basis"

Am Dienstagmorgen meldete sich gleich Uni-Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart zu Wort: "Die Stadt Siegen ist vollkommen souverän in dieser Entscheidung. Wir haben ein sicher interessantes und zukunftsweisendes Schulkonzept vorgelegt und ich nehme wahr, dass dies auch seitens der politischen Verantwortungsträger und der Bürgerinnen und Bürger der Stadt so gesehen wird. Andererseits verlangt das Konzept auch Einschnitte in die Schullandschaft. Dies zu balancieren, war die Aufgabe des Rates." Schulpolitik und speziell die Umsetzung von Schulreform sei aber immer auch mit Verabschiedung von Bekanntem und Vertrautem verbunden. Dies schmerze und führe zu Unmut. Deshalb bedürfe ein solcher Schritt einer deutlichen Mehrheit, die Burckhart bei Dreiviertel ansetzen würde: "Eine 51:49-Prozent-Entscheidung im Bildungsbereich ist sicher keine Basis. Dementsprechend kann ich mir kaum vorstellen, dass eine Uni-Schule in der angedachten Konstellation umsetzbar ist."

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von UWG Siegen

Gewerbegebiet Martinshardt

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

bezugnehmend auf die Email vom 09.04.2013, der Firma IDENTICA, Dirk Thielmann, Martinshardt 13, 57074 Siegen, weist Herr Thielmann darauf hin, dass im Neubaugebiet Martinshardt an den enorm hohen Felswänden sich bei Niederschlägen und Frost Steingeröll und Steine, letztens ein Stein von 4 cbm, aus der Felswand abrutschen. Weiterhin sind die Firmen verpflichtet, die Auffangmulde zwischen Felswand und Flurstück von diesen Steinausbrüchen frei zu halten. Wir fragen daher an:

  1. Wurde bei der geologischen Voruntersuchung auch auf solche möglichen Gesteinsablösungen hingewiesen?
  2. Sind die Grundstückseigentümer auch bei großen Gesteinsausbrüchen, wie zuvor genannt, zur Beseitigung verpflichtet?
  3. Wer haftet (Haftpflicht- und Personenhaftpflicht) für solche Schäden, die sich aus Gesteinsablösungen ergeben?
  4. Was gedenkt die Stadt Siegen zur Abhilfe vorzunehmen?

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