von UWG Siegen
Antrag Rauchmelder
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
jährlich sterben in Deutschland bei Wohnungsbränden 400-500 Menschen. Die meisten Brandopfer verunglücken nachts. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. Die meisten Brandopfer sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung. Hier haben sich Rauchmelder schon oft als Lebensretter bewährt.
Durch eine Änderung der Bauordnung NRW soll nun versucht werden Bauherren/Eigentümer zur Installation von Rauchmeldern zu verpflichten. Auch die Feuerwehr Siegen hat aktuell und in der Vergangenheit auf die Notwendigkeit von Rauchmeldern hingewiesen, u.a. mit einem Flyer des Ministeriums für Bauen und Wohnen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Um diese Bemühungen des Landes NRW und der Feuerwehren zu unterstützen und um nochmals die Notwendigkeit von Rauchmeldern ins Bewusstsein der Siegener Bürger zu bringen, bitten wir folgenden Beschlussvorschlag zu befürworten:
Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit jährlichen Bescheiden der Stadt Siegen an die Hauseigentümer, z.B. mit dem Bescheid über Grundbesitzabgaben, den Flyer des Ministeriums für Bauen und Wohnen NRW zu versenden, um nochmals auf die Notwendigkeit von Rauchmeldern hinzuweisen. Eventuell kann dies auch, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Siegen, durch weitere Zusatzinformationen erweitert werden.
Auszug aus der öffentlichen Niederschrift über die 10. Sitzung des Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung vom 07.05.2013:
Beschluss (über den geänderten Antrag der UWG-Fraktion):
"Der Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung des Rates der Stadt Siegen bittet die Verwaltung zu prüfen, ob bei der nächsten Gelegenheit im Rahmen einer Versendung von flächendeckenden Bescheiden eine Information über die Notwen- digkeit eines Rauchmelders beigefügt werden kann.
Beratungsergebnis: Einstimmig dafür, 0 Enthaltungen"
von UWG Siegen
Haushaltsrede 2013 des Fraktionsvorsitzenden der UWG Günter Bertelmann
Herr Bürgermeister,
meine Damen und Herren,
wenn man sich die landläufige Meinung anhört und die Presseberichte sieht müsste man meinen, dass es den Städten und Gemeinden recht gut geht, dass Steuern und Einnahmen sprudeln und dass Möglichkeiten bestehen, die in langen Defizitjahren aufgehäuften Schulden zumindest teilweise wieder abzubauen. Das ist zumindest für die Stadt Siegen falsch. Dafür gibt es viele Gründe, aber ein Grund ist maßgeblich: Bund und Länder bestellen mehr, als sie bereit sind zu zahlen. Da können wir mit Rot-Grün, mit Schwarz-Gelb oder mit sonst wem reden, da sind alle gleich. Das was sie bestellen wird nicht oder nur unzureichend bezahlt.
Das ist bei der U3-Betreuung so gewesen. Auch wenn es besser geworden ist, auskömmlich ist es nicht. Wenn man einen Vergleich mit der freien Wirtschaft wagen würde, würde jeder Subunternehmer, der derartige Aufträge mit der so desaströsen Zahlungsmoral ausführt, indie Insolvenz gehen. So sieht es auch in den Städten und Gemeinden aus. Trotzdem sind wir insgesamt gut aufgestellt, die Verwaltung leistet gute Arbeit und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir mit dem, was wir zur Verfügung haben, relativ viel tun.
Die Schlüsselzuweisungen sind zwar innerhalb der Kommunen geschlüsselt, aber das hat ja seinen Hintergrund. Es ist auch schon darauf hingewiesen worden, mengenmäßig sind diese Schlüsselzuweisungen abhängig von dem, was ursprünglich verteilt werden kann. In der letzten Konsequenz sieht es so aus: Wer Schlüsselzuweisungen bekommt, hat keine ausreichende Wirtschaftskraft. Wir haben steigende Schlüsselzuweisungen, die Finanzkraft der Stadt hat sich also reduziert in den letzten Jahren.
Die Kreisumlage ist dazu auch so ein Thema. Der Kreis ist ähnlich schlecht finanziert und hat in letzter Konsequenz den Umlagehaushalt, um sich bei den Schwächsten in dieser Gruppe, den Gemeinden, gütlich zu halten. Das tut er auch. Ich denke aber, dass das, was letzte Woche (im Kreistag) beschlossen worden ist, indem auf die Forderungen der Bürgermeisterkonferenz eingegangen wurde, dem Rechnung getragen hat. Ich finde nur nicht richtig, in diesem Kontext Vorwürfe zu machen, dass man Schulden nicht verteilt hat oder keine neuen aufgenommen hat. Herr Rujanski, auch die Ausgleichsrücklage sind Schulden beim Kreis. Wenn man damit verantwortungsvoll umgeht ist das keine schlechte Sache. Ich glaube hier ist ein gutes Ergebnis auch für die Stadt Siegen erzielt worden.
Der wesentliche Anteil an unseren Aufwendungen sind die sozialen Leistungen und der Bereich Jugend- und Familienhilfe. Die sind für uns im Grunde genommen nicht beeinflussbar und auch hier gilt das Prinzip, dass nicht alles ausreichend finanziert ist, was wir eigentlich machen wollen.
Stark konjunkturabhängig ist die Gewerbesteuer. Wenn man zur Kenntnis nimmt, dass wir 2008 ca. 20 Mio. mehr an Gewerbesteuer eingenommen haben, als wir für das Jahr 2013 prognostizieren, dann wissen wir wo der Hammer hängt und wo wir letztendlich finanziell angesiedelt sind.
Die Kassenkredite mit 170 Mio. sind bei den Zinssätzen momentan sicherlich zu ertragen aber ich möchte keine Wette eingehen, dass die Zinsen auch in drei, vier oder fünf Jahren vergleichbar niedrig sind. Und lassen sie die Zinsen die Zinsen in 6 oder 7 Jahren weiter ausrutschen, das wird uns in unserer Konsolidierungslinie nachhaltig beeinflussen.
Soweit also die Rahmenbedingungen, die sind erst einmal negativ.
Wie sieht es dann mit Verbesserungsmöglichkeiten aus?
Hier vermisse ich ein Stück weit auch in den vorherigen Haushaltsreden Konzepte. Ich denke, da müssen wir insgesamt stärker nachdenken, dass wir nicht nur in den Haushaltsreden das begleiten, was wir gemacht haben, sondern wir müssen das eine oder andere tun. Für uns ist wichtig, dass die Dinge, die wir beschlossen haben - ob die UWG-Fraktion das mit getragen hat oder nicht - z. B. „Siegen - zu neuen Ufern“, dass diese Maßnahmen funktionieren. Da sind wir letztendlich zum Erfolg verurteilt, weil alles andere richtiges Geld kosten würde. Da sollten wir an einem Strang ziehen, was die Umsetzung anbelangt. Da packe ich auch die Umfeldgestaltung mit bei, das ist nicht nur der Abriss der Siegplatte. Und, Herr Bürgermeister, 2020 ist mir, was den Herrengarten und andere Dinge anbelangt, zu weit weg. Wenn das Konzept funktionieren soll muss alles aus einem Guss sein und dieses Quartier insgesamt auf neue Beine gestellt werden.
Wir müssen die Zukunftsaufgaben unserer Stadt meistern, und da gehört insbesondere auch die Schulentwicklungsplanung zu, die heute auch schon einmal angesprochen worden ist. Seit Jahren eiern wir da im Grunde genommen umher. Eine Planung die dieses Wort verdient gibt es real nicht, denn sonst wüssten wir schon viel mehr über die Auswirkungen des Demografiefaktors auf einzelne Schulen und die Schullandschaft insgesamt. Wir sagen jetzt wieder, wir müssen uns über den Bereich Grundschulen unterhalten, das werden im Sommer. Schulentwicklungsplanung, und da schauen wir einfach ins Gesetz, ist ganz einfach mehr. Da erwarte ich die Auswirkungen auf die gesamte Schullandschaft, da erwarte ich die Beteiligung der anderen Städte und Gemeinden, da erwarte ich Konzepte. Diese Konzepte liegen bisher nicht vor.
Die Universitätsschule ist sicherlich ein gutes Konzept. Aber ohne Rücksicht auf die gesamte Schullandschaft, ohne Rücksicht auf die Kosten die wir alle noch nicht kennen? Ein Blankoscheck, das kann es nicht sein. Wenn wir ein solches positives Objekt in der Stadt haben, dann müssen wir das mit den Eltern tun, mit den Schulen, mit den Schulkonferenzen. Da müssen die benachbarten Schulen beteiligt werden. Da muss man vielleicht fragen, wo machen wir es gemeinsam? Und wir müssen bei der Schulentwicklungsplanung und letztendlich auch bei der Universitätsschule die Auswirkungen der Veränderung der Schullandschaft in unseren Nachbargemeinden sehen. Auch das tun wir nicht, zumindest nicht in ausreichender Form.
Ich komme auf das Thema Gewerbeflächen. Ich denke, das was wir bisher beschlossen haben müssen wir konsequent, stetig und möglichst schnell umsetzen. Die Tatsache, das Leimbachtal und Martinshardt eine Erfolgsgeschichte geworden sind, das hat in dieser Rat mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht. Das ist eine Sache des Bürgermeisters, aber auch eine Sache des Rates, der letztendlich die Vorgaben dazu gegeben hat.
Wir müssen Einsparpotenziale suchen, meine Damen und Herren. Wenn man sich den Haushalt ansieht haben wir den größten Ausgabeposten im Bereich der Sozialausgaben und der Jugendausgaben. Jeder, der da auch nur andeutungsweise antippt, ohne Leistungsstandards reduzieren zu wollen, der wird von vorne herein gebremst. Ich denke, auch diesen Bereich kann man mit einbeziehen und wenn man die Menschen mitnimmt in einer derartigen Untersuchung, dann lassen sich auch da Einsparpotenziale generieren. Beispiel Heimerziehung: Wir reden seit Jahren davon, dass uns diese Kosten weglaufen und nehmen ganz einfach zur Kenntnis, dass 6.000 Euro pro Kind pro Monat hinzunehmen sind. Da hat der Kreistag in der letzten Wochen einen Beschluss gefasst der dahin geht, dass wir sagen: Ok, wir wollen prüfen, ob dieser Bereich nicht doch billiger geht zumindest was den Betrieb einer solchen Einrichtung angeht. Da wird der Kreis auch auf die Städte und Gemeinden im Umkreis zugehen und ich könnte mir vorstellen, da etwas gemeinsam mit dem Kreis auf die Beine zu stellen.
Ich denke, wir sollten hier zumindest eine neutrale Untersuchung dieses Feldes zulassen. Wir können ja anschließend sagen: alles Murks oder kein Ergebnis. Aber vorher schon zu sagen „ das geht nicht“, gibt’s nicht.
Ein weiteres ist das Thema sind Doppelstrukturen. Wir haben auch das im Kreistag besprochen. Es geht nicht um Doppelstrukturen bei der Verwaltung, die sehe ich überhaupt nicht. Es geht vielmehr um Doppelstrukturen bei der Leistungserbringung, ob man da nicht effizienter werden, eine bessere Vernetzung finden kann. Wenn ich sehe dass die Schuldenberatung in vielen Bereichen gemacht wird, warum kann man das nicht zusammen machen? Die Konzepte, um Schulden loszuwerden sind immer gleich. Warum soll man das an mehreren Stellen parallel anbieten und nicht gemeinsam tun und durch eine bessere Vernetzung Synergien erzielen? Es geht nicht darum, Kosten in größerem Umfang zu sparen, sondern darum, sich auf den Weg zu machen und die Kurve nach oben abzuflachen. Diese Prüfung sollte neutral erfolgen.
Den Haushalt selbst tragen wir gerne mit, soweit es den Verwaltungsvorschlag betrifft. Wenn wir diese Konsolidierungslinie 2017 einhalten wollen dann sollten wir da nicht großartig noch etwas dazu packen. Nun kann man sagen, der gemeinsame Vorschlag (von CDU, FDP und GRÜNEN) ist nicht „großartig“, vielleicht hätte auch die SPD noch ein paar kleinere Vorschläge, wir hätten auch noch welche und die Linken auch. Wir denken, dass dies nicht zielführend ist in diesem Jahr. Wir sollten uns auf die Konsolidierungslinie einlassen, die der Kämmerer vorgeschlagen hat. 80.000 Euro für die unbürokratische Umsetzung von kleinen aber wirksamen Maßnahmen, was heißt das? Ich kann damit nichts anfangen. Es wäre viel besser, wenn wir uns mit den Dingen beschäftigen würden, die wir in der Vergangenheit beschlossen haben, die aber noch nicht oder nur teilweise umgesetzt worden sind. Aber ich habe ja auch heute gelernt: Wenn sich der Bürgermeister dafür einsetzt wird es umgesetzt und ansonsten, naja.
Wir werden dem Zusatzantrag nicht zustimmen und vielmehr den Haushalt in seiner ursprünglichen Form mit den Ergänzungen mit tragen. Einen Haushalt mit weiteren Zusätzen werden wir ablehnen.
Zum Thema Überstunden im Bereich der Feuerwehr: Meine Damen und Herren, wir sollten uns davor hüten hier Schuldige zu suchen. Wir sollten vielmehr nach Lösungen suchen. Das ist letztlich das, was die Feuerwehrleute, was die Menschen von uns erwarten. Wenn da schon in einer Haushaltsrede sagt: „ja der Personalrat“. Also bitte, bei der Übertragung von Überstunden in dieser Größenordnung hätte der Personalrat von der Verwaltung beteiligt werden müssen. Umgedreht wird da kein Schuh draus.
Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich mich im Namen der UWG-Fraktion für die geleistete Arbeit bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung bedanken.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013!
Glück Auf!
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von UWG Siegen
Antrag Richtlinien für die Verwendung der Bezirksausschussmittel
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
in der Sitzung am 02.05.2012 hat der Rat nach erfolgter Behandlung in den Bezirksausschüssen sowie im Haupt- und Finanzausschuss die Richtlinie für die Verwendung der Bezirksausschussmittel beschlossen. Hierbei wurden die Anregungen der Bezirksausschüsse nicht oder nur unvollständig berücksichtigt.
Der Bezirksausschuss I hat in seiner Sitzung am 14.09.2011 einstimmig vorgeschlagen, die Abgabefrist für Zuschussanträge ersatzlos fallen zu lassen, da ohnehin nur Maßnahmen im Rahmen des eigenen – geringen – Budgets gefördert werden können. Die Begründung war einhellig dahingehend, dass eine derartige Einengung des Spielraums zu Schwierigkeiten führen würde, da die möglichen Zuwendungsempfänger einen Bedarf u. U. erst in der zweiten Jahreshälfte feststellen würden. Dieser Argumentation hat sich der Rat leider nicht angeschlossen. Die Folge ist bekannt; bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist erkennbar, dass es zu Schwierigkeiten in einzelnen Bezirksausschüssen kommt und die zur Verfügung gestellten Mittel erst gar nicht verausgabt werden können.
Insbesondere nach den Erfahrungen diesen Jahres sind wir der Auffassung, dass die getroffene Regelung unzweckmäßig ist und insbesondere der gewünschten Vereins- und Bürgerfreundlichkeit nicht gerecht wird und stellen daher folgenden Antrag:
Die Abgabefrist für Zuschussanträge in der Richtlinie über die Verwendung der Bezirksausschussmittel entfällt ersatzlos.
Auszug aus der öffentlichen Niederschrift über die 34. Sitzung des Rates vom 21.11.2012:
Beschluss:
"Der Rat der Stadt Siegen beschließt: Die Abgabefrist für Zuschussanträge in der Richtlinie über die Verwendung der Bezirksausschussmittel wird auf den 31.10. eines Jahres festgelegt.
Beratungsergebnis: Mehrheitlich dafür (einige Gegenstimmen), einige Enthaltungen"
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von UWG Siegen
Sandstraße: Baustelle behindert Läden
Die Fußgängerfrequenz in der Sandstraße hat sich reduziert.
"Siegen - Zu neuen Ufern" - alles gut, alles bestens. Heute sollen die letzten Brocken der Siegplatte fallen. Und der Bürgermeister will sich dazu nach dem Mittag selbst in den Bagger setzen, um das Werk zu vollenden, verlautete es am Mittwoch. Welche ein Szenario. Da passte es Steffen Mues nun gar nicht, dass die UWG zum (Teil-)Thema Baustelle Sandstraße/Hindenburgbrücke einen Dringlichkeitsantrag für den am Mittwoch tagenden Rat gestellt hatte.
Beschilderung nicht ausreichend
"Für die Geschäfte an der Sandstraße ist die Frage von enormer Bedeutung", ließ sich UWG-Sprecher Hans Günter Bertelmann nicht beirren. "Es gibt keine ausreichende Beschilderung. Vor allem nicht für Ortsunkundige. Der Fußgängerverkehr ist nachhaltig eingeschränkt." Die Sperrung der Fußgängerüberquerung an Reichwalds Ecke müsse aufgehoben und zum Beispiel durch eine Baustellenampel ersetzt werden.
Kleiner Schlagabtausch
Ja, ob denn eine Sache wie die Beschilderung wirklich in den Rat gehöre, war Mues etwas mürrisch. Und Helga Gaden (SPD) assistierte, im entsprechenden Arbeitskreis sei alles besprochen worden. Was, das mochte sie nicht sagen. Klaus Volker Walter (FDP) passte das nicht: "Keiner weiß, was im Arbeitskreis gesagt wurde." Nach dem kleinen Schlagabtausch kam die dringliche Sache denn doch noch auf die Tagesordnung der Sitzung. Noch vor der Einbringung des Etats 2013 mit den langen Reden von Bürgermeister und Kämmerer.
Michael Stojan: "Wir sind auf einem guten Weg"
Zum Thema Baustelle Sandstraße äußerte sich dann Stadtbaurat Michael Stojan. Jede Woche sei man im Gespräch mit den Anliegern, auch um die Beschilderung zu klären. "Wir sind auf einem guten Weg, es gibt ein hohes Einvernehmen." Und an die Adresse der UWG: "Halten Sie uns nicht von der Arbeit ab."
"Teils derbe Kritik"
Nochmals Bertelmann: "Die Maßnahme an der Hindenburgbrücke sollte erst in drei, vier Wochen kommen. Der Überweg zur Sandstraße ist gesperrt, die Läden dort kriegen Probleme. Wir sind von Geschäft zu Geschäft gegangen. Es gab teils derbe Kritik." Nach Bekanntwerden der Kritik sei man Ende letzter Woche tätig geworden, weitere Schilder seien beauftragt, versuchte der städtische Baustellenleiter Thomas Griese die Lage zu entschärfen. Nicht ganz erfolgreich. Angela Jung (Grüne) legte nach. Ortsfremde wüssten nicht recht, wie sie die Großbaustelle mitten in Siegen umfahren müssten, um ans Ziel zu kommen. "Und die Radfahrer sind vergessen worden. Sie wissen nicht, wo sie herfahren dürfen und wo nicht."
Das Schlusswort hatte sich Bürgermeister Steffen Mues vorbehalten. "Ich bin positiv überrascht, wie gut es mit dem Verkehr und der Umleitung über die HTS läuft." Täglich ein- oder zweimal werde es schwierig. Etwa an der City-Galerie. Aber die sechs, acht Minuten Verzögerung seien nicht schlimm. Mues: "Das Verständnis bei den Leuten ist da."
(Siegener Zeitung, 25.10.2012)