von UWG Siegen
Glasentsorgung
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die UWG-Fraktion im Rat der Stadt Siegen bittet, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates zu setzen:
Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, ob eine Aufstellung von Altglascontainern - z. B. durch Änderung der Bebauungspläne - an die entsprechenden Verkaufsmärkte gekoppelt werden kann.
Begründung:
Die Altglasentsorgung ist in Siegen an kostenintensive Standorte gebunden, die für die Anwohner eine erhebliche Belastung bedeuten. Häufige Beschwerden belegen dies. Wenn Altglascontainer an den entsprechenden Verkaufsmärkten aufgestellt werden, entfallen für die Kunden zudem unnötige zusätzliche Wege zu den Containerstandorten, da Einkauf und Entsorgung in einem Gang erledigt werden können. Da die Märkte in Siegen über gute Standorte verfügen, sind die zusätzlichen Investitionen auch im Sinne der verbesserten Kundenfreundlichkeit zumutbar.
von UWG Siegen
Siegen hat höchste Verschuldung
Siegen, 21.09.2011, DerWesten
Siegen und Wilnsdorf sind pro Kopf die am höchsten verschuldeten Kommunen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Das ist einer Übersicht des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik zu entnehmen, die jetzt vorgelegt wurde.
Alle elf Städte und Gemeinden zusammen sind mit 839 Millionen (pro Kopf: 2958) Euro verschuldet, von denen 545 Millionen die Kernhaushalte direkt betreffen, die übrigen 293 Millionen Euro aber kommunale Einrichtungen wie Wasserwerke oder Entsorgungseinrichtungen.
Bei einem Ende 2010 auf 358 (Kernhaushalt: 239) Millionen aufgelaufenen Schuldenstand entfielen in Siegen, der größten Stadt des Kreises, auf jeden Einwohner insgesamt 3458 Euro. 118 Millionen Euro stehen in den Büchern der Eigenbetriebe.
In Wilnsdorf lag bei Gesamtschulden von 69,3 (Kernhaushalt: 36) Millionen Euro die Pro-Kopf-Verschuldung bei 3311 Euro. Von den kreisangehörigen Kommunen lag Netphen mit einer Gesamtschuldenlast von 33,9 (Kernhaushalt: 28,1) Millionen Euro verhältnismäßig günstig: Pro Einwohner wurde der niedrigste Wert mit 1404 Euro erzielt. In Kreuztal machen die 66,6 (Kernhaushalt: 61,2) Millionen Euro Schulden pro Einwohner 2145 Euro aus. In Hilchenbach sind es auf jeden gemeldeten Bürger bei 36,4 (Kernhaushalt: 21,3) Millionen Euro Schulden 2331 Euro.
Freudenberg hat Schulden ausgelagert
Freudenbergs Einwohner stehen bei 54,2 Millionen Euro Schulden statistisch mit 2945 Euro in der Kreide; dort allerdings ist die Besonderheit, dass der Kernhaushalt nur mit 8,7 Millionen Euro belastet ist, während die Eigenbetriebe auf 45,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten kommen. In Burbach beträgt die Schuldenlast der Gemeinde 44,5 (Kernhaushalt: 12,7) Millionen Euro, was pro Kopf 3079 Euro ausmacht. Neunkirchen liegt bei 32,6 (Kernhaushalt: 22,7) Millionen Euro Schulden – pro Kopf 2369 Euro. In Bad Berleburg müssen Zins und Tilgung auf 59,1 (Kernhaushalt: 34,9) Millionen Euro geleistet werden, womit jeder Einwohner statistisch mit 2966 Euro verschuldet ist. In Bad Laasphe beträgt die Last bei 42,8 (Kernhaushalt: 40) Millionen Euro) pro Kopf 2964 Euro und in Erndtebrück bei 22,6 (Kernhaushalt 21,3) Millionen Euro Schulden sogar 3111 Euro.
Am Besten steht die Kreisverwaltung da, die ihren Haushalt aus Umlagen der Kommunen finanziert: Die Schulden betragen 18,7 Millionen Euro – umgerechnet auf jeden Kreisbewohner sind das 66,17 Euro. Das bereitet dem Landrat kaum schlaflose Nächte bei einem Aktienpaket im Wert von 90 Millionen Euro.
von UWG Siegen
Anfrage Maßnahmen zur Dorfentwicklung/Dorferneuerung
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
um einen vollständigen Überblick über die Umsetzung/Verausgabung beschlossener Maßnahmen/Mittel zu erhalten, bitten wir zur nächsten Ratssitzung um die Beantwortung folgender Fragen:
- Welche Maßnahmen wurden im Jahre 2010 konkret umgesetzt und welche Mittel wurden dabei verausgabt?
- Gab es Ausgabereste im Jahr 2010?
- Welche Maßnahmen wurden bisher im Jahr 2011 durchgeführt, welche Maßnahmen sind noch zur Umsetzung vorgesehen und welche Haushaltsmittel wurden bisher verausgabt?
- Die einzelnen Maßnahmen wurden in der Vergangenheit von der eigens hierzu eingerichteten Arbeitsgruppe geprüft und zur Umsetzung vorgeschlagen. Hierzu bitten wir um Angabe, wie viele Maßnahmen mit welchem erforderlichen Finanzvolumen bisher nicht berücksichtigt bzw. abgelehnt wurden.
- Um einen Überblick mit den der Vorbereitung, Planung und Durchführung der Maßnahmen Aufwand zu erhalten, bitten wir um Mitteilung, wie oft die Arbeitsgruppe in 2010 und 2011 getagt hat und wie hoch der damit verbundene Zeitaufwand gewesen ist.
Auszug aus der öffentlichen Niederschrift über die 21. Sitzung des Rates vom 21.09.2011:
"Herr Kühn beantwortet die Fragen:
Frage 1: Welche Maßnahmen wurden im Jahre 2010 konkret umgesetzt und welche Mittel wurden dabei verausgabt?
Antwort:
Im Jahr 2010 wurden gemäß Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses vom 06.10.2010 für sechs Maßnahmen von Vereinen und Privatpersonen Bewilligungen gemäß der Förderrichtlinien der Stadt Siegen ausgesprochen. Weiterhin wurden für die Zuwegung der ehemaligen Schule Langenholdinghausen und die Dachsanierung des Bürgerhauses Oberschelden Mittel vorgemerkt. Das Volumen hierfür lag bei insgesamt 48.980 €.
Frage 2: Gab es Ausgabereste im Jahr 2010?
Antwort:
Konkret konnten aufgrund der späten Beschlussfassung keine Mittel abfließen, da die Auszahlung der Mittel immer an den Baubeginn bzw. die Fertigstellung der Baumaßnahmen gebunden ist.
Es wurden in Höhe der vorgemerkten Mittel Ausgabereste gebildet und nach 2011 übertragen.
Frage 3: Welche Maßnahmen wurden bisher im Jahr 2011 durchgeführt, welche Maßnahmen sind noch zur Umsetzung vorgesehen und welche Haushaltsmittel wurden bisher verausgabt?
Antwort:
Im Jahr 2011 wurde mit zwei privaten Maßnahmen und den Maßnahmen der Vereine begonnen, eine Maßnahme ist zwischenzeitlich abgeschlossen, zwei private Maßnahmen wurden noch nicht begonnen, die Zuwendungsempfänger prüfen derzeit, ob die Eigenanteile erbracht werden können.
Die städtische Maßnahmen "Zuwegung zur Bürgerstube Langenholdinghausen" wurde beauftragt und wird bis Oktober 2011 fertig gestellt, die Dacheindeckung des Bürgerhauses Oberschelden soll ebenfalls noch in 2011 fertig gestellt und abgerechnet werden.
Zurzeit stehen noch Haushaltsmittel in Höhe von ca. 29.200,00 € zur Verfügung.
Frage 4: Die einzelnen Maßnahmen wurden in der Vergangenheit von der eigens hierzu eingerichteten Arbeitsgruppe geprüft und zur Umsetzung vorgeschlagen. Hierzu bitten wir um Angabe, wie viele Maßnahmen mit welchem erforderlichen Finanzvolumen bisher nicht berücksichtigt bzw. abgelehnt wurden.
Antwort:
In der Vergangenheit wurden in der Regel alle beantragten Maßnahmen, die prüffähig waren und die die Voraussetzungen der Förderrichtlinien erfüllten, berücksichtigt. Derzeit liegt noch ein Antrag vor, der nach den Förderrichtlinien nicht bezuschusst werden kann, da die Projekte von den örtlichen Heimatvereinen bereits durchgeführt wurden.
Zwei Anträge sind noch nicht abschließend geprüft. Hierzu sind noch Aufklärungsgespräche mit den Antragstellern zu führen.
Frage 5: Um einen Überblick über den Aufwand zur Vorbereitung, Planung und Durchführung der Maßnahmen zu erhalten, bitten wir um Mitteilung, wie oft die Arbeitsgruppe in 2010 und 2011 getagt hat und wie hoch der damit verbundene Zeitaufwand gewesen ist.
Antwort:
Aufgrund anderer Prioritäten und personellen Engpässen hat die Arbeitsgruppe in den letzten Jahren nicht getagt. Beantragte Projekte wurden in bilateralen Gesprächen und Abstimmungen mit den Fachabteilungen, wie z. B. Untere Denkmalbehörde, Grünflächenabteilung, ZGW und Kämmerei unter der Federführung der Abteilung Stadtentwicklung abgestimmt. Die fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe wird zukünftig bei Bedarf wieder zusammen treten und Beschlüsse der städtischen Gremien vorbereiten. Dabei sind die im Jahr 2009 beschlossenen und in 2010 und 2011 erstmals angewandten Förderrichtlinien aufgabenkritisch zu überprüfen, da sie sich derzeit in der Praxis als starr und in der Abwicklung sehr aufwendig erweisen."
von UWG Siegen
Anfrage Befestigung des Fußweges "Haigerer Straße"
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
wir nehmen Bezug auf die Niederschrift der Bauausschusssitzung vom 23.11.2009 – Befestigung des Fußweges Haigerer Straße – und weisen darauf hin, dass der damalige Antrag der UWG-Fraktion vor dem Hintergrund der verwaltungsseitigen Zusage zur Herrichtung von mindestens einem weiteren Fußweg aus Mitteln des Sammelhaushaltstitels im Laufe des Haushalts 2010 damals, vom Ausschussmitglied Vetter ausdrücklich in Anbetracht der Sanierungszusage für den Fußweg „Haigerer Straße“ zurück gezogen wurde (s. Anlage).
Da der Fußweg an der „Haigerer Straße“ bisher nicht hergerichtet wurde, bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:
- Welche Fußwege wurden in den Jahren 2009, 2010, und 2011 bisher hergerichtet?
- Welche Mittel wurden hierfür insgesamt eingesetzt?
- Welche Mittel werden für die Herrichtung des Fußwegs „Haigerer Straße“ benötigt?
- Wird der Fußweg „Haigerer Straße“ noch im Haushaltsjahr 2011 saniert und wie sieht die konkrete Umsetzungsplanung aus?
- Soweit eine Herrichtung auch im Haushaltsjahr 2011 nicht vorgesehen ist, bitten wir um die Angabe der Gründe und Angabe eines nunmehr konkreten Realisierungstermins.
Auszug aus der öffentlichen Niederschrift über die 7. Sitzung des Bezirksausschuss IV - Siegen-Mitte - vom 15.09.2011:
"Herr Griese beantwortet die Anfrage:
Auf dem Lindenberg sind vor Jahrzehnten im Zuge der Erschließung des Baugebietes drei Fußwege unbefestigt ausgebaut worden, und zwar die Verbindungswege zwischen Wiesbadener Straße und Homburger Straße, zwischen Limburger Straße und Homburger Straße sowie zwischen Homburger Straße und Haigerer Straße. Im Laufe der Jahre wuchs der Unterhaltungsaufwand, die Beschwerden der Anlieger nahmen zu. Daraufhin beschloss die Verwaltung, je nach verfügbarem Personal und verfügbaren Mitteln aus dem Sammelhaushaltstitel die drei Fußwege nach und nach auszubauen.
Im Jahr 2007 wurde der Fußweg zwischen Wiesbadener Straße und Homburger Straße ausgebaut (ca. 7.000 €); im Jahr 2012 zwischen Limburger Straße und Homburger Straße (ca. 16.500 €). Der Ausbau des Fußwegs zur Haigerer Straße wird, da er entwässerungstechnisch aufwändiger ist und eine Treppenanlage beinhaltet, mit ca. 30.000 € angesetzt. Die Ausführung ist für Sommer 2012 eingeplant."